„Ich weiß nicht wie ich es in Worte fassen kann“, ist ein Satz, den ich immer wieder von meinen Kunden höre. Ich sage dann immer: „Dann lass uns schauen, wie es möglich wird, denn ich weiß, dass du alles in dir hast, auch um dich passend und verständlich auszudrücken.“

Es geht jetzt darum, den passenden Weg für dich zu finden wie du das ausdrücken kannst, was in dir ist.

Dafür ist es wichtig, zu erkennen, dass hinter den Blockaden und dem Gefühl, es nicht zu können, oft einige Missverständnisse und Haltungen stecken, die man überwinden kann, um in einen befreiten und selbstverständlichen Ausdruck zu kommen.

1. Du hast einen zu hohen Anspruch an dich selbst und dieser hindert dich, überhaupt etwas zu tun.

Lösungsimpuls: Überprüfe deinen Anspruch an dich selbst. Was ist dein Maßstab? Ist das, was du von dir erwartest realistisch?

Einige meiner Kunden haben beispielsweise noch nie einen Text über sich selbst geschrieben. Der Anspruch, es gleich beim ersten Versuch „perfekt“ hinzubekommen erscheint mir da etwas hochgegriffen ;-).

Tipp: Beginne mit einer Stoffsammlung.

Notiere im ersten Schritt, was dir einfällt. Dann beginne eine Struktur aufzubauen. Zum Schluss kommt das Feintuning. Mache Pausen dazwischen, lass es sich setzen. Lass dir konstruktives Feedback geben…. Stück für Stück schreibt es sich leichter in den Fluss.

2. Du schaust bei anderen und nicht bei dir

Daraus entsteht schnell das Gefühl, dass du nicht gut genug bist, dass du so oder so sein und schreiben müsstest. Es entsteht leicht das Gefühl, du müsstest einer „Norm“ entsprechen. Allerdings gibt es diese Norm tatsächlich gar nicht. (Maximal in deinem Kopf!)

Lösungsimpuls: Da gerade der Schreibstil sehr individuell ist, ist es, um die eigene Stimme zu finden sehr hilfreich, sich zu erlauben zu allererst sich selbst zuzuhören. Und dann auszuprobieren.

Erlaube dir mehrere Entwürfe, kreatives Brainstorming, spielerischen Umgang mit deinem Ausdruck und deinem Schreiben. Nimm dir Zeit. Zeit und Raum. Setze dich nicht unter Druck mit dem Schreiben, sondern warte auf den Moment, wo es mühelos aus dir heraussprudelt, einfach weil du es so in dir spürst!

3. Du möchtest alles perfekt machen, strebst nach Vollkommenheit und hast übertriebene Fehlervermeidung perfektioniert.

Man kann es (fast) immer noch richtiger machen. Doch meistens verliert man währenddessen die Freude an dem, was man tut. Auch geht die Authentizität und persönliche Note leicht verloren.

„Fehler“, die Menschlichkeit und deine persönliche Note, die dadurch entsteht, machen dich in deiner Besonderheit und Echtheit sichtbar.

 

Lösungsimpuls: Wertschätze deinen Wunsch, es sehr gut zu machen, doch lasse dich davon nicht verrückt machen. „Erlaube“ dir eine bestimmte Phase von Korrekturdurchläufen und dann folge lieber dem Fluss und der Freude, etwas zu zeigen, und wachse mit jedem Projekt ein Stück mehr in „deinen Stil“ als nie mit etwas herauszukommen.

4. Du bist der Meinung, dass du nichts zu sagen hast? In der Regel liegt das an fehlendem Selbstvertrauen, denn jeder Mensch hat etwas zu sagen.

Vielleicht bist du nicht geübt darin, deine eigene Meinung, das, was du zu sagen hast, vor anderen zum Ausdruck zu bringen? Vielleicht hast du wenig Erfahrung darin oder auch schon viel Kritik geerntet? Du fühlst dich so unwohl dabei, überhaupt etwas „öffentlich“ oder in einer Gruppe von Menschen zu sagen oder zu zeigen?

Ich kann das gut verstehen, denn mir ging es auch lange so. Doch ich habe für mich erkannt: der einzige Weg hinaus und zu mehr Selbstbewusstsein ist: Anfangen. Mit einem kleinen Schritt anfangen und heilen. Denn jeder hat etwas zu sagen. Es empfiehlt sich natürlich in geschützter Umgebung zu beginnen. Vielleicht mit einem Mentor oder einem Freund, der dich ermutigt. Und dann immer weiter wachsen. Im Selbstvertrauen und im eigenen authentischen Ausdruck!

Lösungsimpuls: Beginne mit dem ersten Schritt: Fühle in dir, was du sagen möchtest. Zu einem Thema. Überhaupt. Oder fühle, was du fühlst. Dann stelle dir ein stärkendes Team zusammen, Menschen, die dich in deinem Vorhaben und deiner Entwicklung unterstützen möchten und können.

5. Du hast eine unbewusste Angst vor Sichtbarkeit.

Wir wollen alle gesehen, gehört und verstanden werden, doch wer sichtbar wird, kann anecken, wer sichtbar wird läuft Gefahr nicht (mehr) geliebt zu werden.

Es kann natürlich immer passieren, dass man sich zeigt, und jemand das, was man zeigt, sagt, schreibt nicht „liebt“ oder toll findet. Allerdings ist es viel schlimmer, nie etwas von sich zu zeigen. Erstens lebst du dich dann nicht. Und zweitens kannst du auch nie dafür geliebt werden, dass du da bist und so bist, wie du bist.

Lösungsimpuls: Beginne dich selbst noch mehr zu lieben. Und ebenso das, was du tust. Das stärkt von innen heraus. Und dann…

liebe dich immer weiter. Immer mehr.

Je mehr du dich selbst liebst, desto weniger bist du angewiesen auf die Liebe von anderen. Und je mehr du dich selbst liebst, desto mehr werden auch andere dich lieben. Denn Liebe ist anziehend. Und erfüllend.

Kennst du die eine oder andere Blockade von dir selbst? Wie gehst du damit um?

Ich freue mich, wenn du deine Erfahrungen und Erkenntnisse mit uns in den Kommentaren teilst!

Alles Liebe,

Deine Irka

P.S. In meinem Seminar Schreiben ist Liebe, das im Juli stattfindet, widmen wir uns 3 Tage lang dem Befreien deines Selbstausdrucks. Wir erlösen Blockaden und bringen über Schreiben in Fluss, dass du dein Potential, das in dir verborgen liegt, wieder frei zum Ausdruck bringen kannst. Das beste daran ist: Die Methoden, mit denen ich arbeite, bringen Leichtigkeit, Kreativität und Freude rein 🙂 Hier kannst du dich dafür anmelden.

{

Texte fließen

Schreiben ist Liebe ist ein tiefgehendes wunderbares Seminar, in dem ich viel über mich erkannt habe. Highlights waren für mich die Kalligrafie und das heilsame Miteinander-Arbeiten an der Essenz.

Seitdem fließen die Texte aus mir, wenn ich mich innerlich verbinde – und es ist Bestandteil meiner eigenen künstlerischen Arbeit.

Arusha Winckler