Lange war das auch bei mir so, dass ich gegeben habe, ohne den Wert davon zu erkennen. Vor allem schätzte ich mich selbst nicht wirklich wert. Denn das, was ich hatte und tagtäglich gab, war für mich selbstverständlich. 

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Zurück blieb oft das unzufriedene Gefühl mehr gegeben zu haben, als ich bekommen hatte… Ich hatte gut gearbeitet oder Menschen getroffen, die ich liebe, aber ich fühlte mich nicht leicht, nicht beschwingt und genährt, sondern schwer, ausgelaugt und müde.

Mein Weg in die Selbstwertschätzung war vielseitig und setzte an verschiedenen Punkten an, die ich in diesem Artikel als mögliche Aktionsschritte für dich aufgeschrieben habe:

1) Entscheide dich für deinen Wert und gehe für Veränderung.

Ein erster Schritt war das Erkennen, dass es so für mich nicht dauerhaft stimmig ist. Ich wollte Leichtigkeit spüren und meine Klarheit behalten, auch wenn mein Klient oder Kunde wieder weg war. Dafür musste ich etwas in meiner Haltung und in meiner Kommunikation ändern. Es brauchte Klarheit für meinen Wert. Und meine bewusste Entscheidung, für mich einzustehen.

2) Entwickle Klarheit für deinen Wert.

Ich habe mir bewusst gemacht, was wertvoll daran ist, was ich tue oder gebe. Ich habe geschaut, was die Menschen davon haben, dass ich für sie da bin. Wovon sie profitieren, was ich genau tue und was genau das bei den Menschen bewegt.

Hier tut es oft auch gut, sich Unterstützung und Rückmeldung in einem Coaching zu holen, um deinen eigenen Wert wirklich herauszukristallisieren und auf den Punkt zu bringen. Manchmal liegen auf dem ursprünglichen Wert Emotionen, Erinnerungen an Zurückweisung etc., die dich wie abgeschnitten von deinem Wert fühlen lassen oder verhindert, dass du tatsächlich in deinem Wert gesehen und erkannt wirst.

In einer meiner Ausbildungen gab es Richtwerte für Preise, daran habe ich mich zunächst orientiert und meinen Preis als Ausdruck für meinen Wert definiert. Nach einer Weile spürte ich: Ja, die Behandlung bei mir ist genau das wert. Denn ich gebe mich zu 100% hin. Ich schaue 100% für den anderen. Ich höre zu. Frage nach. Ich lasse meine Erfahrung, mein Feingefühl einfließen. Meine Liebe. Stelle meinen Raum und meine Klarheit zur Verfügung. Ich halte den Raum für mein Gegenüber, dass er sich selbst begegnet und für sich Klärung erfahren kann. Ich gebe lösungsorientierte Impulse, lasse all mein Wissen einfließen und spüre über meine Intuition den roten Faden auf. Ich begann den Wert dessen zu spüren, was ich zur Verfügung stellte…

3) Gebe und spüre deinen Wert.

Es entstand eine gefühlte Orientierungslinie von Preis und Wert. War ich unter der Linie, d.h. nahm ich weniger für eine Behandlung oder dauerte es mal unbezahlt länger, spürte ich Ungleichgewicht. Ging ich in meinem Preis-Fühlen über die Linie, spürte ich genau, bis wohin ich gehen konnte und ab wann ich den Wert nicht mehr geben konnte oder es für mich anstrengend wurde, den Raum zu füllen.


Fluss und Leichtigkeit entstehen,
wenn wir einen bestimmten Wert geben
und einen dazu stimmigen Ausgleich bekommen.

 

Irgendwann merkte ich, dass ich mehr gebe, als vorher. Etwas hatte sich in meinem Raum verändert (durch Fortbildungen, Erfahrung, inneres Wachstum). Ich spürte wieder ein Ungleichgewicht. Es war keine Balance mehr zwischen Geben und Empfangen. Ich hatte die Wahl: Entweder die Sitzungszeit zu verkürzen oder meinen Preis zu erhöhen.

4) Prüfe deinen Wert und stehe dazu.

Ich weiß, dass dies immer wieder passieren wird, denn wir wachsen in unserem Wert. Dann steht es von Zeit zu Zeit an, die eigenen Preise anzupassen oder das Angebotsformat zu verändern. Bei mir ist es beispielsweise jetzt so, dass verschiedene Angebote unterschiedliche Preise haben, da ich eine unterschiedliche Menge von Energie in Bewegung bringe.


Zu prüfen, ob wir unsere Linie halten
und für uns selbst einzustehen ist unsere Aufgabe,
wenn wir unserem eigenen Wert treu sein wollen.
Die Basis dafür ist Selbstwertschätzung.

 

Bei mir hat diese bewusste Auseinandersetzung ein großes Tor geöffnet:

  • Ich habe ein gutes Gefühl für meinen Wert und ob etwas stimmig ist oder nicht.
    Ich werde mittlerweile sogar von vielen darauf angesprochen und bewundert…
  • Mein Raum ist klar.
  • Meine Energie ist in Balance, weil Geben und Nehmen stimmt.
  • Ich habe kein Gefühl von Mangel, sondern von Fülle und Erfülltheit, auch und gerade dann, wenn ich viel gebe.
  • Ich habe Freude daran, alles zu geben, weil es wirken kann und wertgeschätzt wird.
  • Ich liebe die Wachstumsbewegung, die entsteht, wenn jemand bewusst in sich investiert und die Energie, die er bekommt, ausgeglichen ist. Denn erst dann kann sie auch vollständig aufgenommen werden.
  • Meine Arbeit nährt mich und ich erfahre immer mehr Fluss und Leichtigkeit durch das Leben meiner Qualitäten und meines Wertes.
  • Fülle und Erfüllt-Sein sind magnetisch und ziehen Menschen magisch an, was vieles leichter macht.
  • Es ist Ruhe entstanden. Es gibt keinen Stress, kein ich müsste doch mehr in weniger Zeit…
    Ich weiß, dass ich einen bestimmten Wert in einer bestimmten Zeit gebe und dafür den Preis X bekomme.
    Das stabilisiert und bringt Ruhe ins System.

Es fühlt sich großartig an und es lohnt sich, für diese Transformation zu gehen.

Ich wünsche auch dir, genau das zu erfahren, denn: DU BIST WERTVOLL!

5) Schaffe Freiheit für deinen Wert.

Wenn du spürst, dass du zwar um deinen Wert weißt, und dir trotzdem das Gefühl dazu immer wieder abhanden kommt, dann melde dich für ein Klarheitsgespräch und ich schaue, was ich für dich tun kann, um deinen Wert zu befreien.

Wir sind ursprünglich wertvoll.
Manchmal geht es darum, die Geschichten,
die sich dazwischengeschoben haben, zu heilen,
damit dieser Ursprungswert,
dieses Ursprungslicht wieder sichtbar wird.

 

6) Genieße deinen Wert.

Auch, wenn es hier nichts mehr zu tun gibt, so erwähne ich dies doch bewusst, da es von Zeit zu Zeit noch gern vergessen wird. Und es wäre doch wirklich schade drum!